Ohrakupunktur

- als ganzheitliche Methode

Die Ohrakupunktur wurde von den Chinesen als sehr wirksam erkannt in ihr System ihrer Akupunktur übernommen. Einiges wurde auch weiterentwickelt und hatte damit einen 'rein' chinesischen Charakter bekommen. Die Wurzel der Ohrakupunktur liegen jedoch nicht in China, sondern in Europa, und genauer: in Frankreich. In den 50er Jahren hat der Französischer Arzt, Paul Nogier, erkannt, dass beim Ishias-Schmerz das "Verletzen" einer bestimmten Stelle am Ohr – den Schmerz nimmt. Es hat ihn so sehr fasziniert, dass er weitere Untersuchungen geführt und entdeckt hat, dass im Grunde der ganze Menschliche Körper – v.a. das Innere – sich auf dem Ohr spiegelt. Das Akupunktieren der korrespondierenden Zonen am Ohr verbessert den Energiefluss am betroffenen Organ und kann damit die Heilung des Organs unterstützen.

Im Laufe der Jahre haben sich viele Mediziner und Heilpraktiker mit der Ohrakupunktur beschäftigt, z.B. Prof. Frank Bahr und Frau Dr. Beate Schrittmacher, die viele weiterführende Untersuchungen auf diesem Gebiet gemacht haben.

In der Ohrakupunktur haben sich unterschiedliche 'Schulen' etabliert. Die von mir praktizierte Methode stützt sich stark auf die Arbeit von Nogier und wird von Herrn Michael Noack unterrichtet. Die Methodik geht davon aus, dass sich die "Krankheit im Ohr linear widerspiegelt". Ein gewisses System von schmerzenden Druckstellen wird auf Linien gesucht. Diese Linien stehen wiederum in Zusammenhang zueinander. Somit bildet die Pathologie eines Menschen ein bestimmtes Linien-Muster, was sehr individuell ist und so gefunden werden muss.

Die Methode ist für mich als Therapeutin – erst mal vom theoretischen Gesichtspunkt sehr verständlich – und in der Praxis habe ich damit auch sehr gute Erfahrungen gemacht.

Der 'kleine Nachteil' der Methode für die Patienten ist, dass das Suchen der passenden Punkte manchmal etwas schmerzhaft sein kann, zumindest im Vergleich mit der Körperakupunktur. Die pathologischen Stellen sind eben sehr schmerzhaft: auch am Ohr. Ich gebe mir aber immer große Mühe, den Patienten, so sanft wie möglich am Ohr zu behandeln.

Der ‚kleine Vorteil‘ für Patienten ist der finanzielle und zeitliche - da die Sitzungen dieser Heilmethode etwas mehr Abstand brauchen: 2-3 Wochen. Bei Körperakupunktur dagegen ist es ratsam – jede Woche zur Behandlung zu kommen.

 

Therapeutin: Marzena Stana