Klassische chinesische Akupunktur

Der menschliche Körper leitet Energie – durch jede Körperzelle. Die alten Weisen haben entdeckt, dass die Energie in Bahnen wahrzunehmen ist. Die Energieleitbahnen wurden ursprünglich durch Meditationen und Beobachtungen, dann empirisch: durch Heilungen – über das mechanische Einwirken auf bestimmte Körper-Stellen/Punkte - im Laufe der Zeit entdeckt. Sie haben sich immer mehr – v.a. auf den Höfen der alten Chinesischen Machthaber - etabliert. Mit der Zeit der Jahrtausende wurden sie immer genauer festgelegt. Die Wurzel dieser Beobachtungen und Heilmethoden werden als klassisch bezeichnet, da die älteste Literatur, die die Energie-Leitbahnen und die Heilmethoden der Akupunktur beschreibt, auch "die Klassiker der Chinesischen Medizin" genannt werden. Die Schriften stammen aus den Jahren ca. 260 – 100 v.Ch. (die Angaben sind in der Literatur etwas unterschiedlich).

Diese klassischen Schriften sind als die ältesten medizinischen Bücher der Welt bekannt. Trotz einiger etwas schwer heutzutage zu verstehenden Passagen sind im Großen und Ganzen die dort sehr genau diskutierten Behandlungs-Prinzipien heute sehr aktuell.

Die größten Akupunktur-Meister unserer Zeit (e.g. heute noch lebende Meister aus China und Japan, wie Shudo Denmai, Kiiko Matsumoto, Prof. Wang Ju-Yi und viele anderen) stützen sich in erster Linie auf die

Klassischen Schriften – und – um Ihre Vorgehensweise bei den Behandlungen zu begründen – berufen sich immer auf diese.

Die ältesten Klassiker sind: das "Suwen - des Gelben Kaisers einfache Fragen" und das "Ling Shu - des Gelben Kaisers Klassiker der Akupunktur". Zusammen werden die beiden Schriften "Nei Jing" genannt: "des Gelben Kaiser Klassiker der Medizin".
Der Hauptgedanke, der durch die ganze dort beschriebene Philosophie führt, ist, dass die Harmonie des Lebens im Austausch zwischen den zwei Natur-Kräften zu finden ist: zwischen dem Yin und dem Yang. Es wurde viel darüber geschrieben: was die beiden Kräfte darstellen – oder was darunter genau zu Verstehen ist. Zwei von den unzähligen gängigen Assoziationen sind:

das Yin ist das Weiche und das Substanzielle was sich - im pathologischen Sinne - verhärten und/oder zerstört werden kann.

Das Yang ist das Aktive und Wärmende - was im pathologischen Sinne zu stark dominieren oder schwinden kann. Wenn diese beiden Aspekte des Lebens – eine Art zwei Pole – in Harmonie zueinanderstehen – also:

keiner ist zu stark und keiner zu schwach – dann entsteht bzw. manifestiert sich die Gesundheit.

 

Die o.g. Klassischen Schriften – in ihrer Quintessenz - geben dem praktizierenden Therapeuten Hinweise, wie es gemacht werden sollte.

 

Therapeutin: Marzena Stana